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Für Donnerstag, den 06. April 2017, hatte unsere Geschichts- und Geografielehrerin Frau Steuer ein Projekt organisiert, über eine weltweite und vor allem sehr umstrittene Problematik – Kindersoldaten. Dazu lud sie zwei Vertreter des „Volksbund Deutsche Kriegsgräber-Fürsorge e.V.“, Sebastian Fehler und Johann Wanz, zu uns in den Geschichtsraum des HHGs in Erfurt ein.

Noch konnte sich kei1__ner unserer Mitschüler, auch wir nicht, etwas unter dem Projekt vorstellen, da wir keine Ahnung hatten was genau uns erwarten würde.  Nachdem einleitende Worte der beiden jungen Männer gefallen waren, in denen sie uns  ihren Verband und die Arbeit in der 1955 gegründeten Organisation näherbrachten, durften auch wir uns aktiv ins Geschehen einbringen. Zuerst gaben sie uns in Form von Bildern die einerseits spielende Kinder zum anderen aber auch schwer bewaffnete Kinder zeigten, Denkanstöße und wir sollten unsere spontan gefassten Gedanken äußern. Anschließend vermittelten sie uns mit Hilfe einer Power Point- Präsentation weitere Daten und Fakten zur Entwicklung im Zusammenhang mit der Kindersoldaten- Problematik. Anhand eines konkret gewählten Beispiels eines 17jährigen Soldaten während des 2.Weltkrieges, zu dem sich ausführliche Informationen auf einem Plakat befanden, wurde uns das Schicksal betroffener Kinder und Jugendlicher besonders bewusst.

Um überhaupt ansatzweise ein Gefühl dafür zu bekommen was Kindersoldaten heute durchstehen müssen und mit welchen Folgen sie auch im Nachhinein zu kämpfen haben, wurden wir in Gruppen eingeteilt, in denen wir uns einerseits mit den Beweggründen bzw. Ursachen, den Folgen und andererseits auch mit dem Alltag der Betroffenen an konkreten Beispielen beschäftigten.   3__

Zum Gedenken an die vielen Kinder die noch immer betroffen sind, wurde der 12.02. jedes Jahr zum offiziellen Tag gegen Kindersoldaten auserkoren. Dafür werden mithilfe der „Aktion Rote Hand“ dutzende rote Handabdrücke von Leuten verschiedenster Nationen gesammelt, welche durch ein persönliches Statement gegen Kindersoldaten bekräftigt werden. In Thüringen werden diese anschließend dem Landtag übergeben, der sie wiederrum später an die UN weiterleiten soll.

Auch wir als Klasse beteiligten uns mit großem Interesse an der besagten Aktion, denn unserer Meinung nach ist dies ein wichtiger erster Schritt, um die Menschheit auf dieses leider immer noch aktuelle Thema aufmerksam zu machen. Durch das Projekt ist uns bewusst geworden, wie erschreckend die Zustände in einigen Regionen noch sind. Wir hoffen, dass diese Organisationen nicht unerhört bleiben und vielleicht auch weitere Maßnahmen im Kampf gegen Kindersoldaten erfolgen.

Setze auch Du dich gegen den Missbrauch von Kindern und Jugendlichen in bewaffneten Konflikten ein!

Mach mit! Jede Hand zählt!

 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. – LV Thüringen – Bahnhofstraße 4a – 99084 Erfurt

 

Zoe Buch, Emelie Henneberg

Klasse 0904